Gunship 2000 AGA & CD32
Eigentlich: Gunship 1200
AGA
Wenn eines der besten Amigaspiele überhaupt nach fast anderthalb Jahren endlich den Fähigkeiten eines A1200 bzw. CD32 angeglichen wird, ist das schon einen neuen Komplettest wert - Start frei für den Edelflugi!
![]() Sieben Hubschrauber (darunter natürlich auch der klassische Apache AH-64 des nicht minder klassischen Vorfliegers "Gunship") sollen in Trainings- und Einzelmissionen die Einsatzgebiete Persischer Golf und Zentraleuropa von vorgegebenen Primär- bzw. Sekundärzielen säubern. Falls der Pilot trotz des knapp gesteckten Zeitlimits den Feind nebenbei noch zusätzlich schwächen kann, schlägt sich das bei der Punktewertung und eventuellen Ordensvergabe natürlich nieder. Hat man erst eine gewisse Anzahl von Aufträgen erfolgreich absolviert, darf das Kommando über ein ganzes Hubschraubergeschwäder übernommen werden, wobei bis zu vier weitere Helis befehligt und beobachtet werden können. Außerdem gibt's Spezialkommandos wie Aufklärung, Patrouille etc. sowie Kampagnen aus zahllosen Einzeleinsätzen: hier beeinflußt der Erfolg jeder Mission die Verfügbarkeit von Mensch und Material in der nächsten.
Grafik, Sound und Spielbarkeit der CD-Version schienen uns identisch zu werden, was jedoch mit der dem dicken und wichtigen Handbuch beiliegenden Tastaturschablone geschieht, stand bei Redaktionsschluß noch nicht fest - die Belegung des Joypads war jedenfalls nicht ganz ideal geraten, soll bis zur Veröffentlichung aber noch überarbeitet werden. Fest stand und steht indessen, daß das neue 1200er-Gunship in puncto Spielspaß trotz der relativ dezenten Überarbeitung immer noch ganz vorne mitfliegt. Auch wenn sich Besitzer des Urmodells die Investition eigentlich sparen können... (mic) Amiga Joker, April 1994 |
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Aller guten Dinge sind drei: Nachdem MicroProse seinen aufgebohrten Heli-Klassiker bereits auf normalen und AGA-Amigas abheben ließ, kommen jetzt auch die Besitzer eines CD-Hangars in diesen Genuß!
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Grafisch entspricht die CD-Fassung Pixel für Pixel der 256farbigen 1200er-Version, die 3D-Polygonlandschaft ist also recht detailreich, und die Zwischenbilder sind hübsch. Akustisch gibt es außer den bereits bekannten Sound-FX nun allerdings deutlich bessere Musik direct von der Schillerscheibe. Dafür macht hier die Steuerung via Joypad einige Probleme: Präzise Manöver werden durch die ausufernde Belegung von Buttons und Steuerkreuz zur Glückssache, und das Einhalten einer bestimmte Flughöhe ist in der Praxis fast unmöglich. Zum Glück unterstützt das Programm aber auch den Joystick und eine (externe) Tastatur, womit dann plötzlich wieder alles wunderbar klappt. Der letzte Kritikpunkt betrifft das gewaltig abgespeckte Handbuch, das bloß noch das Nötigste enthält – vor allem die technischen Infos zu Freund und Feind sind spurlos verschwunden... Geblieben ist indessen die Faszination dieser Flugsimulation, die auch und gerade in der CD-Version einzigartige Erlebnisse über den Digi-Wolken garantiert – vorausgesetzt, man nimmt ein Keyboard mit an Bord. (mic) Amiga Joker, August 1994 |
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hinzugefügt: February 22nd 2017
Magazin: AJ
Punkte: 1
Hits: 3298
Sprache: german