Gemini Wing
"Stirb, mutierter Weltraum-Abschaum!"- verständlich, daß diese Schlagzeile in der Galaktozeitung einigen Ärger beim Durchshnitts-Marsianer auslöste. Der Gemini Wing-Jäger, vollgestopft mit dem allerletzten Techno-Schrei aus Japan, ist auch längst einsatzbereit, um den bösen Worten ebensolche Taten folgen zu lassen.
![]() Technisch ist Gemini Wing durchaus gelungen: Die Amiga-Programmierer haben sich viel Mühe gegeben, alle Features der Automatenversion (Tecmo) über zu bringen – mit Erfolg! Der Bildschirm scrollt sahneweich, und schier unglaubliche Sprite-Massen huschen über den Monitor. Die Grafik ist fast ebenso farbenfroh wie beim Arcade-Original, und die zahlreichen Musikstücke entschädigen für das Fehlen umwerfender Soundeffekte. Erwähnenswert sind auch die originellen Extrawaffen (wie z.B. der „Scheibenwischer des Todes“) die man zudem beim Zwei-Spieler-Modus seinem Kollegen auch stibitzen kann – ein diebischer Spaß! Spielerisch reißt Gemini Wing allerdings keine großen Bäume aus. Die irren Extras überdecken eben nicht, daß das eigentliche Spiel meist nur mit der „Augen-zu-und-durch“ Taktik zu bestehen ist.
Resümee: Eine gelungene Automatenadaption für mehrere Spieler, für Einzelkämpfer erscheint es mir dagegen hier und da zu wirr. Amiga Joker, November 1989 |
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hinzugefügt: February 20th 2017
Magazin: AJ
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Sprache: german