F1
Tu gutes und sprich nicht darüber: Nach diesem Motto griff sich Domark das gute, alte „Vroom“ von Lankhor, schraubte ein wenig daran herum und präsentiert es uns jetzt als brandneues Autorennspiel.
![]() Außerdem ist das Game (in den drei Solo-Modi) jetzt in einer wahnwitzig schnellen Turbovariante spielbar, bei der man allerdings bloß ununterbrochen im Acker landet. Auch so ist das Tempo der 3D-Grafik nämlich schon derart atemberaubend, daß man es am 1200er sogar künstlich bremsen kann! Erkauft wird die enorme Geschwindigkeit mit verhältmismäßig kargen Landschaften – all die Boxen, Tribünen, Tunnel, Pfeiler etc. Bestehen aus schlichten, einfarbigen Polygonen, die Konkurrenz düst ebenfalls recht farbarm durch die Lande, und die paar Bäume und Häuser machen den Kohl auch nicht mehr fett. Dafür ist das obere Bildschirmdrittel ebenso hübsch wie informativ ausgefallen: neben einer Übersichtskarte findet man dort Angaben über das gefahrene Tempo, die Rundenzahl, die verstrichene Zeit und den momentan eingenommenen Platz. An der Optik hätte man bei der Überarbeitung ruhig noch ein bißchen feilen dürfen, auch wenn das Tempo darunter gelitten hätte. Dasselbe gilt für die nach wie vor fehlende Speicheroption und die nicht hundertprozentig geglückte Kollisionsabfrage. Die Steuerung (Stick oder Maus) der Boliden klappt dafür in der Praxis ohne größere Probleme – wie gesagt, wenn man den unglückseligen Turbomodus ignoriert. Am Sound hat dagegen unüberhörbar der Zahn der Zeit genagt, inzwischen klingen Formel-I-Renner am Amiga einfach ganz anders. Unter dem Strich kriegt man hier also solide Raserkost, die in erster Linie durch ihr fulminantes Tempo besticht. Schlecht fährt man damit bestimmt nicht, zumal „Vroom“ ja seinerzeit ein Highlight des Genres war. Wer das Original jedoch bereitst besitzt, kann sich das Startgeld für F1 getrost sparen, sooo aufregend sind die neuen Features nun auch wieder nicht... (mic) Amiga Joker, Januar 1994 |
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hinzugefügt: March 12th 2015
Magazin: AJ
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Sprache: german